VIEW mit TÜV Austria Wissenschaftspreis ausgezeichnet

Im Jubiläumsjahr steht der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis ganz im Zeichen von Österreichs Digitalisierung und feiert naturwissenschaftlich-technischen Input und Output einer ganzen Generation.

Zum zehnjährigen Jubiläum verzeichnete der TÜV AUSTRIA #WiPreis I\O mit insgesamt 127 Bewerbungen einen Einreichrekord. Ein starkes Signal der insgesamt 178 Projektbeteiligten nach wiederkehrenden Lockdowns, herausfordernden Lehr- und Lernbedingungen und massiven Einschränkungen der österreichischen Wirtschaft. Am Abend des 18. November wurden die Preise in den drei Hauptkategorien sowie die Publikumspreise im Rahmen eines Galaabends, der einerseits live im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien stattfand und andererseits im Livestream verfolgt wurde, vergeben. Bundespräsident Alexander Van der Bellens Botschaft wurde per Videoschaltung eingespielt, ORF-Journalistin und Autorin Lisa Gadenstätter führte als Moderatorin durch den Abend.

Nachhaltige Innovationen der Zukunft
Zahlreiche eingereichte Projekte beschäftigen sich mit den Themenbereichen Nachhaltigkeit, Automatisierung und Mobilität. Viele davon basieren auf bereits bekannten Technologien und gehen noch einen Schritt weiter: „An den #WiPreis-Einreichungen im Jubiläumsjahr ist erkennbar, wie Krisen auch treibende Kraft hinter fortlaufender Entwicklung sind und Agieren sowie Reagieren die mobile und digitale Evolution befeuern – sowohl im Privat- als auch im Berufsleben“, ist TÜV AUSTRIA CEO Dr. Stefan Haas stolz auf den Ingenieursnachwuchs und eine ganze Generation ambitionierter Forscher_innen: „1.000 Teilnehmer_innen haben im Laufe der letzten zehn Jahre gezeigt, dass der Mensch und die nachhaltige Zukunft ganz klar im Mittelpunkt stehen“.

View Promotion GmbH punktete in der Kategorie „Unternehmen“. Das Oberösterreichische Team um Gründer und CEO Johannes Schober und COO Günter Baca entwickelte ein Sicherheits-System für Aufzüge. Dabei wird der Notrufknopf überflüssig. Der autonome und barrierefreie Notruf erkennt Notfallsituationen und fordert automatisch Hilfe an. Mittels Tiefensensorik und künstlicher Intelligenz werden medizinische Notfälle, unbegleitete Gegenstände, Vandalismus und Übergriffe rund um die Uhr detektiert.

Autonomer und barrierefreier Notruf mit Notfallerkennung
Der herkömmliche Aufzugs-Notruf funktioniert noch nach dem Prinzip des Kupferdrahttelefons. Das bedeutet, man kann ihn nur bedienen, wenn man der Sprache mächtig ist. Gerade im Notfall ist es für die Betroffenen extrem wichtig, dass sie verstanden werden. Was aber, wenn sie nicht sprechen können? VIEW hat einen Aufzugsnotruf nach dem „Zwei-Sinne-Prinzip“ entwickelt.

Dieses Prinzip, das übrigens in BRK und der B1600 gefordert wird, bedeutet, dass immer mindestens zwei der drei Sinne „Hören, Sehen, Tasten“ angesprochen werden. Das System ermöglicht nicht nur Kommunikation nach dem Zwei-Sinne-Prinzip, bei dem zusätzlich zur Sprechverbindung ein visueller Dialog mit leicht verständlichem Text, gestützt durch Symbole angeboten wird. Die Fragen nach den, für die Notrufzentrale, wichtigen Informationen werden – ebenso wie Hinweise - auch in Gebärdensprache angeboten.

Davon profitieren auch alle Menschen mit Lese-Schwäche oder nicht-deutscher Muttersprache. Für den Notfall-Dialog stehen außerdem 12 Sprachen zur Auswahl. VIEW hat mit VIEW Sense den Aufzugsnotruf intelligent gemacht.

Mittels Tiefen-Sensorik und künstlicher Intelligenz werden Notfälle, Vandalismus und unbegleitete Gegenstände erkannt und autonom an die Notrufzentrale gemeldet. Die Auswertung erfolgt im System vor Ort (Edge Computing). Erst bei Klassifizierung einer potentiell gefährlichen oder kritischen Situation, wird der Alarm, gemeinsam mit einer Bildübertragung, DSGVO-konform an die Notrufzentrale geleitet. Dadurch wird theoretisch der Notrufknopf überflüssig, weil der Schutzengel immer mitfährt