News aus der Österreichischen Behindertenanwaltschaft

„Umfassende Barrierefreiheit ist ein Gebot, um allen Menschen die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Sowohl das österreichische Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz als auch die von Österreich ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention sehen vor, dass der Öffentlichkeit zugängliche Produkte und Dienstleistungen barrierefrei sein müssen.

Barrierefreiheit ist gesetzlich so definiert, dass die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit in der allgemein üblichen Form, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe gegeben sein muss. Das heißt auch, dass in wichtigen Fällen dem sogenannten 2-Sinne-Prinzip gefolgt werden sollte. Kommunikation hat demnach sowohl akustisch als auch optisch möglich zu sein. Erst dann können sehbehinderte und hörbehinderte Menschen in adäquater Weise mit Informationen versorgt werden. Das entspricht im Übrigen auch der Behindertenrechtskonvention!

„Barrierefreiheit in einem umfassenden Sinn ist nicht nur für 1,3 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich unbedingt nötig, sondern erhöht den Komfort und die Sicherheit für Jeden und Jede. Es wird Zeit, dass sich auch die Betreiber von Aufzugsanlagen damit beschäftigen“, meint Behindertenanwalt Hansjörg Hofer.